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Bedingungen für den Lastschrifteinzug Seite 1/6
für Privat- und Unternehmerkunden
(Stand: 01.01.2026)
1. Allgemein (2) Soweit es sich bei dem Kunden nicht um einen Verbraucher handelt,
1.1 Begriffsbestimmung ist die Haftung der Bank für Schäden der Höhe nach auf den Last
schriftbetrag begrenzt. Soweit es sich hierbei um die Geltendmachung
Eine Lastschrift ist ein vom Kunden als Zahlungsempfänger ausgelöster von Folgeschäden handelt, ist die Haftung zusätzlich auf höchstens
Zahlungsvorgang zu Lasten des Kontos des Zahlers bei dessen Zahlungs 12.500 Euro je Zahlung begrenzt. Diese Haftungsbeschränkungen
dienstleister, bei dem die Höhe des jeweiligen Zahlungsbetrages vom Kunden gelten nicht für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit der Bank und für
angegeben wird. Gefahren, die die Bank besonders übernommen hat.
1.2 Einreichungsfristen 1.5.4 Haftungs- und Einwendungsausschluss
Lastschriften sind vom Kunden innerhalb der in Anlage A geregelten Fristen Ansprüche des Kunden nach Nummer 1.5.2 und 1.5.3 und Einwendungen
bei der Bank einzureichen. Werden Lastschriften nach Ablauf der maß des Kunden gegen die Bank aufgrund nicht oder fehlerhaft ausgeführter
geblichen Einreichungsfrist eingereicht, darf die Bank die Ausführung Inkassoaufträge sind ausgeschlossen, wenn der Kunde die Bank nicht
blehnen.
a spätestens 13 Monate nach dem Tag der Buchung mit einem fehlerhaft aus
1.3 Abzug von Entgelten von der Lastschriftgutschrift geführten Inkassovorgang hiervon unterrichtet hat. Der Lauf der Frist beginnt
Die Bank darf die ihr zustehenden Entgelte von dem gutzuschreibenden nur, wenn die Bank den Kunden über den Vorgang entsprechend dem für
Lastschriftbetrag abziehen. Kontoinformationen vereinbarten Weg spätestens innerhalb eines Monats
nach der Buchung unterrichtet hat; anderenfalls ist für den Fristbeginn der
1.4 Unterrichtung Tag der Unterrichtung maßgeblich.
Die Bank unterrichtet den Kunden mindestens einmal monatlich über die 1.6 Sonstige Sonderregelung mit Kunden, die keine Verbraucher sind
Ausführung oder Ablehnung von Lastschriftinkassoaufträgen und Lastschrift
rückgaben auf dem für Kontoinformationen vereinbarten Weg. Mit Kunden, (1) Bei Kunden, die keine Verbraucher sind, gelten § 675 d Abs. 1, Ab
die keine Verbraucher sind, kann die Art und Weise sowie die zeitliche Folge sätze 3 bis 5 (Informationspflichten) und § 675f Abs. 5 Satz 2 (Aus-
der Unterrichtung gesondert vereinbart werden. Bei Kunden, die keine Ver lagen und Entgelte für die Erfüllung von Nebenpflichten) des Bürger
braucher sind, werden, soweit gesondert vereinbart, bei Sammelgutschriften lichen Gesetzbuchs nicht.
von Lastschrifteinzügen nicht die einzelnen Zahlungsvorgänge ausgewiesen, (2) Die Mindestkündigungsfrist von zwei Monaten in Nummer 19 Absatz 1
sondern nur der Gesamtbetrag. Satz 3 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen gilt nicht für die Inkasso
1.5 Erstattungs- und Schadensersatzansprüche des Kunden vereinbarung mit Kunden, die keine Verbraucher sind.
1.5.1 Unterrichtungspflicht des Kunden 1.7 Zurverfügungstellung von Kopien der Lastschriftmandate
Der Kunde hat die Bank unverzüglich nach Feststellung fehlerhaft aus Auf Anforderung hat der Kunde der Bank innerhalb von sieben Geschäfts
geführter Lastschrifteinzüge zu unterrichten. tagen Kopien der Einzugsermächtigung, des SEPA-Lastschriftmandats bzw.
1.5.2 Ansprüche bei einer nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung eines des SEPA-Firmenlastschrift-Mandats und gegebenenfalls weitere Infor
Lastschriftinkassoauftrags durch die Bank und bei verspätetem Eingang des mationen zu den eingereichten Lastschriften zur Verfügung zu stellen. Liegt
Lastschriftbetrags ihm keine Kopie vor, hat er anderweitig nachzuweisen, dass er die Lastschrift
aufgrund einer gültigen Einzugsermächtigung bzw. eines gültigen Mandats
(1) Im Fall einer nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung eines Last eingereicht hat.
schriftinkassoauftrags durch die Bank kann der Kunde verlangen, dass
die Bank diesen unverzüglich, gegebenenfalls erneut, an den Zahlungs 2 SEPA-Basislastschrift
dienstleister des Zahlers übermittelt. 2.1 Wesentliche Merkmale des SEPA-Basislastschriftverfahrens
(2) Der Kunde kann über den Anspruch nach Absatz (1) hinaus von der Das SEPA-Basislastschriftverfahren richtet sich nach dem „SEPA Core Direct
Bank die Erstattung derjenigen Entgelte und Zinsen verlangen, die die Debit Scheme Rulebook“ des European Payments Council.
Bank ihm im Zusammenhang mit der nicht erfolgten oder fehlerhaften
Ausführung eines Lastschriftinkassoauftrags in Rechnung gestellt oder Mit dem SEPA-Basislastschriftverfahren kann ein Zahler über seinen
mit denen sie das Konto des Kunden belastet hat. Zahlungsdienstleister an den Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro inner
halb des Gebiets des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums („Single
(3) Ist der Lastschriftbetrag lediglich verspätet bei der Bank eingegangen, Euro Payments Area“, SEPA1) bewirken.
kann der Kunde von der Bank im Rahmen des § 675y Absatz 4 BGB
verlangen, dass sie die Gutschrift des Lastschriftbetrags auf dem Konto Für die Ausführung von Zahlungen mittels SEPA-Basislastschriften muss der
des Kunden so vornimmt, als sei der Zahlungsvorgang ordnungsgemäß Zahler vor dem Zahlungsvorgang dem Zahlungsempfänger das SEPA-Last
ausgeführt worden. schriftmandat erteilen.
1.5.3 Schadensersatz bei Pflichtverletzung Der Kunde als Zahlungsempfänger löst den jeweiligen Zahlungsvorgang aus,
indem er über die Bank dem Zahlungsdienstleister des Zahlers die Last
(1) Bei nicht erfolgter, fehlerhafter oder verspäteter Ausführung eines schriften vorlegt.
Lastschriftinkassoauftrags kann der Kunde von der Bank den Ersatz
des hierdurch entstehenden Schadens verlangen. Dies gilt nicht, wenn Der Zahler kann bei einer autorisierten Zahlung aufgrund einer SEPA-Basis
die Bank die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat. Hat der Kunde lastschrift binnen einer Frist von acht Wochen ab dem Zeitpunkt der
durch ein schuldhaftes Verhalten zu der Entstehung eines Schadens Belastungsbuchung auf seinem Konto von seinem Zahlungsdienstleister die
beigetragen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mitver Erstattung des belasteten Lastschriftbetrages ohne Angabe von Gründen
schuldens, in welchem Umfang Bank und Kunde den Schaden zu
tragen haben.
62/15/21 – HD0126-01
1 Für die Mitgliedsstaaten siehe Anlage D
Bedingungen für den Lastschrifteinzug Seite 2/6
für Privat- und Unternehmerkunden
verlangen. Dies führt zu einer Rückgängigmachung der Gutschrift auf dem 2.4.2 Einzugsermächtigung als SEPA-Lastschriftmandat
Konto des Kunden als Zahlungsempfänger. (1) Der Kunde kann eine vor dem 1. Februar 2014 erteilte Einzugs
2.2 Kundenkennungen ermächtigung als SEPA-Lastschriftmandat nutzen. Dazu müssen die
Für das Verfahren hat der Kunde folgenden Voraussetzungen vorliegen:
‒ die ihm von der Bank erteilte IBAN – und bei grenzüberschreitenden – Der Zahler hat dem Kunden als Zahlungsempfänger eine schrift
Lastschrifteinzügen in Staaten außerhalb des Europäischen Wirt liche Einzugsermächtigung erteilt, mit der er den Zahlungs
schaftsraums (z. B. Schweiz) ‒ zusätzlich den BIC der Bank – als empfänger ermächtigt, Zahlungen von seinem Konto mittels Last
seine Kundenkennung sowie schrift einzuziehen.
– die ihm vom Zahler mitgeteilte IBAN – und bei grenzüberschreitenden – Der Zahler und dessen Zahlungsdienstleister haben vereinbart,
Lastschrifteinzügen in Staaten außerhalb des Europäischen Wirt dass
schaftsraums1 (z. B. Schweiz) zusätzlich den BIC des Zahlungsdienst – der Zahler mit der Einzugsermächtigung zugleich seinen
leisters des Zahlers – als die Kundenkennung des Zahlers zu ver Zahlungsdienstleister anweist, die vom Zahlungsempfänger
wenden. auf sein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen, und
– diese Einzugsermächtigung als SEPA-Lastschriftmandat
Die Bank ist be