Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift
im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren
Sparkasse KölnBonn
Fassung Juni 2018 Hahnenstraße 57, 50667 Köln
Für Zahlungen des Kunden an Zahlungsempfänger mittels SEPA-Basis- IBAN und bei grenzüberschreitenden Zahlungen außerhalb des EWR
Lastschrift über sein Konto bei der Sparkasse gelten folgende zusätzlich angegebenen BIC aus.
Bedingungen. 2.1.3 Übermittlung von Lastschriftdaten
1 Allgemein Bei SEPA-Basis-Lastschriften können die Lastschriftdaten auch über das
Nachrichtenübermittlungssystem der Society for Worldwide Interbank
1.1 Begriffsbestimmung
Financial Telecommunication (SWIFT) mit Sitz in Belgien und Rechen-
Eine Lastschrift ist ein vom Zahlungsempfänger ausgelöster Zahlungsvor-
zentren in der Europäischen Union, in der Schweiz und in den USA wei-
gang zulasten des Kontos des Kunden, bei dem die Höhe des jeweiligen
tergeleitet werden.
Zahlungsbetrages vom Zahlungsempfänger angegeben wird.
2.2 SEPA-Lastschriftmandat
1.2 Entgelte und deren Änderung
2.2.1 Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats (SEPA Direct Debit
1.2.1 Entgelte für Verbraucher Mandate)
Die Entgelte im Lastschriftverkehr ergeben sich aus dem „Preis- und Der Kunde erteilt dem Zahlungsempfänger ein SEPA-Lastschriftmandat.
Leistungsverzeichnis“. Damit autorisiert er gegenüber seiner Sparkasse die Einlösung von
Änderungen der Entgelte im Lastschriftverkehr werden dem Kunden spä- SEPA-Basis-Lastschriften des Zahlungsempfängers. Das Mandat ist
testens zwei Monate vor dem Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Text- schriftlich oder in der mit seiner Sparkasse vereinbarten Art und Weise zu
form angeboten. Hat der Kunde mit der Sparkasse im Rahmen der erteilen.
Geschäftsbeziehung einen elektronischen Kommunikationsweg verein- In dieser Autorisierung ist zugleich die ausdrückliche Zustimmung enthal-
bart, können die Änderungen auch auf diesem Wege angeboten werden. ten, dass die am Lastschrifteinzug beteiligten Zahlungsdienstleister und
Die Zustimmung des Kunden gilt als erteilt, wenn er seine Ablehnung etwaige zwischengeschaltete Stellen die für die Ausführung der Last-
nicht vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der schrift notwendigen personenbezogenen Daten des Kunden abrufen, ver-
Änderungen angezeigt hat. Auf diese Genehmigungswirkung wird ihn die arbeiten, übermitteln und speichern.
Sparkasse in ihrem Angebot besonders hinweisen. In dem SEPA-Lastschriftmandat müssen die folgenden Erklärungen des
Werden dem Kunden Änderungen der Entgelte angeboten, kann er diese Kunden enthalten sein:
Geschäftsbeziehung vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksam- – Ermächtigung des Zahlungsempfängers, Zahlungen vom Konto des
werdens der Änderungen auch fristlos und kostenfrei kündigen. Auf Kunden mittels SEPA-Basis-Lastschrift einzuziehen, und
dieses Kündigungsrecht wird ihn die Sparkasse in ihrem Angebot beson- – Weisung an die Sparkasse, die vom Zahlungsempfänger auf sein
ders hinweisen. Konto gezogenen SEPA-Basis-Lastschriften einzulösen.
Die Änderung von Entgelten für den Zahlungsdiensterahmenvertrag Das SEPA-Lastschriftmandat muss folgende Angaben (Autorisierungsda-
(Girovertrag) richtet sich nach Nummer 17 Absatz 6 AGB-Sparkassen. ten) enthalten:
1.2.2 Entgelte für Kunden, die keine Verbraucher sind – Bezeichnung des Zahlungsempfängers,
Für Entgelte und deren Änderung für Zahlungen von Kunden, die keine – eine Gläubiger-Identifikationsnummer,
Verbraucher sind, verbleibt es bei den Regelungen in Nummer 17 – Kennzeichnung als einmalige oder wiederkehrende Zahlung,
Absätze 2 bis 6 AGB-Sparkassen. – Name des Kunden (sofern verfügbar) und
– seine Kundenkennung (siehe Nummer 2.1.2).
1.3 Meldepflichten nach Außenwirtschaftsrecht Über die Autorisierungsdaten hinaus kann das Lastschriftmandat zusätzli-
Der Kunde hat etwaige Meldepflichten nach dem Außenwirtschaftsrecht che Angaben enthalten.
zu beachten. Mit dem Einzug der letzten Lastschrift teilt der Zahlungsempfänger der
1.4 Außergerichtliche Streitschlichtung und sonstige Sparkasse des Kunden die Erledigung des SEPA-Lastschriftmandates mit.
Beschwerdemöglichkeit 2.2.2 Einzugsermächtigung als SEPA-Lastschriftmandat
Für die Beilegung von Streitigkeiten mit der Sparkasse kann sich der Hat der Kunde dem Zahlungsempfänger eine Einzugsermächtigung
Kunde an die im „Preis- und Leistungsverzeichnis“ näher bezeichneten erteilt, mit der er den Zahlungsempfänger ermächtigt, Zahlungen von
Streitschlichtungs- oder Beschwerdestellen wenden. seinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen, weist er zugleich damit die
Sparkasse an, die vom Zahlungsempfänger auf sein Konto gezogenen
2 SEPA-Basis-Lastschrift Lastschriften einzulösen. Mit der Einzugsermächtigung autorisiert der
2.1 Allgemein Kunde gegenüber seiner Sparkasse die Einlösung von Lastschriften des
2.1.1 Wesentliche Merkmale des SEPA-Basis-Lastschriftverfahrens Zahlungsempfängers. Diese Einzugsermächtigung gilt als SEPA-Last-
Mit dem SEPA-Basis-Lastschriftverfahren kann der Kunde über die Spar- schriftmandat. Sätze 1 bis 3 gelten auch für vom Kunden vor dem Inkraft-
kasse an den Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro innerhalb des treten dieser Bedingungen erteilte Einzugsermächtigungen.
Gebiets des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums („Single Euro Die Einzugsermächtigung muss folgende Autorisierungsdaten enthalten:
Payments Area“, SEPA) bewirken. Zur SEPA gehören die in der Anlage – Bezeichnung des Zahlungsempfängers,
manuell
genannten Staaten und Gebiete. – Name des Kunden,
Für die Ausführung von Zahlungen mittels SEPA-Basis-Lastschriften – Kundenkennung nach Nummer 2.1.2 oder Kontonummer und Bankleit-
muss zahl des Kunden.
– der Zahlungsempfänger und dessen Zahlungsdienstleister das SEPA- Über die Autorisierungsdaten hinaus kann die Einzugsermächtigung
Basis-Lastschriftverfahren nutzen und zusätzliche Angaben enthalten.
– der Kunde vor dem Zahlungsvorgang dem Zahlungsempfänger das 2.2.3 Widerruf des SEPA-Lastschriftmandats
SEPA-Lastschriftmandat erteilen. Das SEPA-Lastschriftmandat kann vom Kunden durch Erklärung gegen-
Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen Zahlungsvorgang aus, indem über dem Zahlungsempfänger oder seiner Sparkasse – möglichst schrift-
er über seinen Zahlungsdienstleister der Sparkasse die Lastschriften lich – mit der Folge widerrufen werden, dass nachfolgende Zahlungsvor-
vorlegt. gänge nicht mehr autorisiert sind. Erfolgt der Widerruf gegenüber der
114 248.000 D1 (Fassung Juni 2018) - v5.1 - o
Der Kunde kann bei einer autorisierten Zahlung aufgrund einer SEPA- Sparkasse, wird er ab dem auf den Eingang des Widerrufs folgenden
Basis-Lastschrift binnen einer Frist von acht Wochen ab dem Zeitpunkt Geschäftstag ge