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Kreditkartenbedingungen für die Seite 1/7
Commerzbank Prepaid Karte 1
(Stand: 1. Oktober 2025)
1. Verwendungsmöglichkeiten
Die von der Bank ausgegebene Prepaid Karte von Visa oder von Mastercard® (im Folgenden „Karte“ genannt) ist eine Karte, die der Karteninhaber im
Inland und als weitere Dienstleistung auch im Ausland je nach bestellter Kartenart im Rahmen des Mastercard®- oder des Visa-Verbundes:
– zum Bezahlen bei Vertragsunternehmen und vor Ort an automatisierten Kassen oder Online und
– darüber hinaus als weitere Dienstleistung für Bargeldauszahlungen an Geldautomaten und an Kassen von Kreditinstituten, dort zusätzlich gegen
Vorlage eines Ausweispapiers
einsetzen kann. (Bargeldservice)
Der Einsatz der Karte ist nur bei online autorisierenden Akzeptanzstellen möglich. Die Vertragsunternehmen, die Kreditinstitute und die Geldautomaten,
bei denen die Karte eingesetzt werden kann, sind an den Akzeptanzsymbolen zu erkennen, die auch auf der Karte zu sehen sind.
Soweit mit der Karte zusätzliche Leistungen (z.B. Hilfe in Notfällen, Versicherungen) verbunden sind, richtet sich dies nach den insoweit geltenden be-
sonderen Regeln.
Die Karte kann als physische Karte oder als digitale Karte zur Speicherung auf einem Telekommunikations-, Digital- oder IT-Gerät (mobiles Endgerät)
ausgegeben werden. Diese Bedingungen gelten für beide Kartenformen gleichermaßen, es sei denn, es ist ausdrücklich etwas anderes geregelt. Für
die digitale Karte gelten ergänzend die gesondert mit der Bank vereinbarten Bedingungen für die digitale Nutzung der Karte.
2. Persönliche Geheimzahl (PIN)
Für die Nutzung von automatisierten Kassen bei Vertragsunternehmen und von Geldautomaten kann dem Karteninhaber für seine Karte eine persön-
liche Geheimzahl (PIN) zur Verfügung gestellt werden.
Die Karte kann an automatisierten Kassen sowie an Geldautomaten, an denen im Zusammenhang mit der Verwendung der Karte die PIN eingegeben
werden muss, nicht mehr eingesetzt werden, wenn die PIN dreimal hintereinander falsch eingegeben wurde. Der Karteninhaber sollte sich in diesem
Fall mit seiner Bank, möglichst mit der kontoführenden Stelle, in Verbindung setzen.
3. Autorisierung von Kartenzahlungen durch den Karteninhaber
a) Bei Nutzung der Karte ist entweder
– ein Beleg zu unterschreiben, auf den das Vertragsunternehmen oder das Kreditinstitut die Kartendaten übertragen hat, oder
– an Geldautomaten und automatisierten Kassen die PIN einzugeben.
Nach vorheriger Abstimmung zwischen Karteninhaber und Vertragsunternehmen kann der Karteninhaber – insbesondere zur Beschleunigung eines
Geschäftsvorfalls im Rahmen eines fernmündlichen Kontakts – ausnahmsweise darauf verzichten, den Beleg zu unterzeichnen und stattdessen
lediglich seine Kartennummer angeben.
Beim Karteneinsatz an automatisierten Kassen kann von der Eingabe der PIN abgesehen werden:
– Zur Bezahlung von Verkehrsnutzungsentgelten oder Parkgebühren an unbeaufsichtigten automatisierten Kassen.
– Zur kontaktlosen Bezahlung von Kleinbeträgen. Hierbei ist die Kreditkarte mit Kontaktlosfunktion an ein Kartenlesegerät zu halten. Es gelten
die von der Bank festgelegten Betrags- und Nutzungsgrenzen.
Bei Online-Bezahlvorgängen erfolgt die Authentifizierung des Karteninhabers, indem er auf Anforderung die gesondert vereinbarten Authentifizierungs
elemente einsetzt. Authentifizierungselemente sind:
– Wissenselemente (etwas, das der Karteninhaber weiß, zum Beispiel Online-Passwort),
– Besitzelemente (etwas, das der Karteninhaber besitzt, zum Beispiel mobiles Endgerät zur Erzeugung oder zum Empfang von einmal verwend-
baren Transaktionsnummern [TAN] als Besitznachweis) oder
– Seinselemente (etwas, das der Karteninhaber ist, zum Beispiel Fingerabdruck).
b) Mit dem Einsatz der Karte erteilt der Karteninhaber die Zustimmung (Autorisierung) zur Ausführung der Kartenzahlung. Soweit dafür zusätzlich eine
Unterschrift, eine PIN oder ein sonstiges Authentifizierungselement gefordert wird, wird die Zustimmung erst mit deren Einsatz erteilt. Nach der
Erteilung der Zustimmung kann der Karteninhaber die Kartenzahlung nicht mehr widerrufen. In dieser Autorisierung ist zugleich die ausdrückliche
Zustimmung enthalten, dass die Bank die für die Ausführung der Kartenzahlung notwendigen personenbezogenen Daten des Karteninhabers ver-
arbeitet, übermittelt und speichert.
4. Sperrung eines verfügbaren Geldbetrags
Die Bank ist berechtigt, auf dem Konto des Karteninhabers einen innerhalb des bestehenden Ladebetrags (vgl. Ziffer 8.) verfügbaren Geldbetrag zu
sperren, wenn
– der Zahlungsvorgang vom Zahlungsempfänger ausgelöst worden ist und
– der Karteninhaber auch der genauen Höhe des zu sperrenden Geldbetrags zugestimmt hat.2
Den gesperrten Geldbetrag gibt die Bank unbeschadet sonstiger gesetzlicher oder vertraglicher Rechte unverzüglich frei, nachdem ihr der genaue
Zahlungsbetrag mitgeteilt worden oder der Zahlungsauftrag zugegangen ist.
1
Entspricht der standardisierten Zahlungskontenterminologie „Ausgabe einer Kreditkarte“. Nachfolgend wird die Bezeichnung „Commerzbank Prepaid Karte“, „Commerzbank Mastercard
Prepaid“, „Commerzbank Visa Prepaid“ oder „Karte“ geführt.
22/86/27 – HD1025-01
2
z.B. Vorautorisierungen von Mietwagenkautionsleistungen oder in Hotels.
Kreditkartenbedingungen für die Seite 2/7
Commerzbank Prepaid Karte
5. Ablehnung von Kartenzahlungen durch die Bank
Die Bank ist berechtigt, die Kartenzahlung abzulehnen, wenn
– sich der Karteninhaber nicht mit seiner PIN, einem sonstigen Authentifizierungselement oder mittels Unterschrift legitimiert hat,
– der für die Kartenzahlung geltende Verfügungsrahmen der Karte nicht eingehalten ist, oder
– die Karte gesperrt ist.
Hierüber wird der Karteninhaber über das Terminal an dem die Karte eingesetzt wird, oder beim Online-Einsatz unterrichtet.
6. Geschäftstag
Geschäftstag ist jeder Tag, an dem die an der Ausführung eines Zahlungsvorgangs beteiligten Zahlungsdienstleister den für die Ausführung von Zahlungs
vorgängen erforderlichen Geschäftsbetrieb unterhalten. Die Bank unterhält den für die Ausführung von Zahlungen erforderlichen Geschäftsbetrieb an
allen Werktagen mit folgenden Ausnahmen:
– Sonnabende,
– 24. und 31. Dezember,
– alle gesetzlichen Feiertage, auch wenn diese auf einen Werktag fallen,
– Werktage, an denen die kontoführende Stelle der Bank wegen örtlicher Besonderheiten (z.B. Karneval, Betriebsversammlung oder andere Gründe)
geschlossen hat und diese im Außenbereich der Geschäftsstelle rechtzeitig vorher bekannt gemacht wurden.
7. Ausführungsfrist
Der Zahlungsvorgang wird vom Zahlungsempfänger (Akzeptanzstelle) ausgelöst. Nach Zugang des Zahlungsauftrages bei der Bank ist diese verpflich-
tet sicherzustellen, dass der Kartenzahlungsbetrag innerhalb der Ausführungsfrist von einem Geschäftstag beim Zahlungsdienstleister des Zahlungs-
empfängers eingeht. Bei Kartenzahlungen innerhalb Deutschlands und in andere Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums3 (EWR) in Währungen
eines Staates außerhalb des EWR (Drittstaatenwährung) sowie Kartenzahlungen, bei denen der Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers außer
halb der EWR (Drittstaaten) belegen ist, werden Kartenzahlungen baldmöglichst bewirkt. Geht der Zahlungsbetrag beim Zahlungsdienstleister des
Zahlungsempfängers erst nach Ablauf der Ausführungsfrist ein (Verspätung), kann der Zahlungsempfänger von seinem Zahlungsdienstleister verlangen,
dass dieser die Gutschrift des Zahlungsbetrages auf dem Konto des Zahlungsempfängers so vornimmt, als sei die Kartenzahlung ordnungsgemäß
ausgeführt worden.
8. Aufladen und Entladen der Karte, Höchstladebeträge
Der Karteninhaber kann sein Kartenkonto mittels Überweisung oder Bargeldeinzahlung bei der Bank und nur bis zur Höhe des vereinbarten Ladebetrags
aufladen. Im Kartenantrag ist ein Referenzkonto anzugeben. Änderungen des Referenzkontos sind der Bank gesondert schriftlich mitzuteilen.
Der Höchstladebetrag der Prepaid Karte ist bei volljährigen Karteninhabern auf 5.000 EUR und bei minderjährigen Karteninhabern auf 500 EUR begrenzt.
Auf das Kartenkonto übertragene Beträge, die dazu führen würden, dass der Höchstladebetrag überschritten wird, werden an das Auftraggeberkonto
zurückübertragen.
Verfügungen oder Überweisungen über das Guthaben auf dem Kartenkonto in anderer Weise als durch den Einsatz der Karte sind nicht zulässig, es
sei denn, der Karteninhaber beauftragt die Bank, das Guthaben seines Kartenkontos auf das Referenzkonto zu übertragen. Das Guthaben kann nur
insoweit übertragen werden, wie es nicht durch bereits autorisierte Kartenverfügungen gesperrt ist. Mit der Übertragung des gesamten Guthabens auf
das Referenzkonto ist die Karte erst dann wieder einsetzbar, wenn erneut ein Ladebetrag auf das Kartenkonto überwiesen wird.
9. Abrechnung der Umsätze
Die auf das Kartenkonto gebuchten Soll-Umsätze werden taggleich verrechnet.
10. Sorgfalts- und Mitwirkungspflichten des Karteninhabers
a) Unterschrift
Der Karteninhaber hat seine Karte nach Erhalt unverzüglich auf dem Unterschriftsfeld zu unterschreiben.
b) Sorgfältige Aufbewahrung der Karte
Die Karte ist mit besonderer Sorgfalt aufzubewahren, um zu verhindern, dass sie abhandenkommt oder missbräuchlich